
Die Abenteuer des Drachen Hjort
Teil 1
Man weiß von Drachen zu berichten
In vielen Märchen und Geschichten
Riesig stark und mächtig groß
Mit Hörnern, Schweif und Flammenstoß
Man kennt die Weise, die erzählt
Mit Grips verfasst und ausgewählt
Vom mächtgen Krieger, Heldenmut
Mit Lanz und Schild und Eisenhut
Der hoch zu Ross nach Drachen sucht
Und auch am Schluss Erfolg verbucht
Denn jeder Drache mit Verstand
Bewohnt ein reiches Menschenland
Dort haust er feist im Felsgestein
Umringt von Schätzen und Gebein
Er schläft recht oft und frisst gar immer
Spuckt sein Feuer, stirbt fast nimmer
Es lebte einer, lang ist's her
In seiner Höhle nah am Meer
Bei frischem Wind und wilder Welle
Dick und fett und wenig helle
Des Wesens üppig Fleischgenuss
Verhalf am Ende zum Verdruss
Denn ob des Drachenleibes Fülle
Entartete die Schuppenhülle
Man hielt ihn für ein Stachelschwein
Ein Großes, dacht' man, müsst' es sein
Man nannte ihn "den dicken Hjort"
Mit Recht bekannt im ganzen Ort
Ach - ewig hungrig, kaum zu füllen
Ohne Maß ... um Gottes Willen!
Sodass er, als die Zeit verschied
Von selbst im Felsen stecken blieb
Man könnte sagen: Ob der Fülle
Und anhand der Schuppenhülle
War der Hjort im Felsenhaufen
Unabwendbar festgelaufen
Dieses Bild vom dicken Drachen
War - entschuldigt - sehr zum lachen
Noch dazu, man möcht's beschreien
Versuchte er sich zu befreien
Es bebte stark ob des Gewichts
Doch ändern tat das freilich nichts
Er steckte fest so wie ein Kloß
Sein Drachenbrauch war schlicht zu groß
Gar lange Tage klagte er
Dann kam zum Schluss ein Ritter her
Und stahl dem Hjort ganz dreist und keck
Auch noch den letzten Taler weg
Ach Hjort, Du armes Drachentier
Den ganzen Schatz verschleppt man Dir
Drum jeder gute Mensch besteht
Darauf, dass es Dir besser geht
Den ersten Teil beschließ ich hier
Am Ende folgen weitre vier
Zuerst jedoch Kapitel Zwei
Ich hoffe, ihr habt Spaß dabei
Character Design & Illustration by Harald Oesterle, Text by M. Rienäcker

Dragon Hjort
Part 1
Based on a poem by M. Rienäcker (german language only).